Additive Fertigung für industrielle Anforderungen

Halbtagesevent zu den Potenzialen additiver Fertigungsverfahren und neuer Materialien im Design

12. September 2017 · 13:30–18:00

Ort: TU Darmstadt
Veranstalter: Hessen Trade & Invest GmbH im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Programmentwicklung: Haute Innovation – Agentur für Material und Technologie
Moderation: Dr. David Eckensberger, Hessen Trade & Invest

Aufgrund der Optionen zur Reduzierung des Bauteilgewichts und Umsetzung individualisierter Formteilgeometrien haben additive Fertigungsprozesse in den letzten Jahren Einzug gehalten in einige bedeutende Industriebereiche wie den Flugzeugbau und die Medizintechnik. Vor allem die werkzeuglose Lasersinter- bzw. Lasermelting Technologie bietet die Möglichkeit, mehrere Komponenten eines Bauteils in einem Schritt herzustellen und Funktionsteile wie Scharniere, Federn oder sogar pneumatische Aktoren zu integrieren. Montageschritte fallen weg, die Produktion wird effizienter. Komplexe Leichtbauprinzien aus der Natur können kopiert werden und tragen zur Reduzierung der Materialeinsatz bei.

Mit Steigerungsraten von jährlich bis zu 30 % werden die Verfahren des Additive Manufacturing AM konventionelle Produktionsprozesse ergänzen und immer häufiger sogar ersetzen. Denn durch die weitere Verbreitung additiver Verfahren werden bestehende Fertigungs- und Wertschöpfungsketten in Frage gestellt und neue Geschäftsmodelle sowie Logistikprozesse denkbar. Experten erwarten, dass in Zukunft der Herstellungsprozess mit dezentralen Produktionseinheiten dort stattfinden wird, wo es aus Sicht der räumlichen Verortung des Kunden und der Auslastung der Fertigungseinheiten sinnvoll erscheint.

Standen additive Produktionsanlagen bislang als Solitäre in den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen, rücken sie im Verbund mit anderen Fertigungseinheiten immer mehr in den Mittelpunkt der Produktion. Mit dem Aufbau von 3D-Druckzentren bereitet sich die Industrie auf den Wandel vor. Die Anlagenhersteller bieten mittlerweile Komplettlösungen für AM-Fabriken der Zukunft an. Angebote für die ganzheitliche Ausbildung digitaler Prozessketten unter Integration additiver Verfahren weisen uns einen Weg in die Produktion im 21. Jahrhundert.

Die Hessen Trade & Invest GmbH lädt am 12. Mai 2017 Produzenten, Produktentwickler und 3D-Druck Experten nach Darmstadt ein, um im Rahmen einer Halbtagesveranstaltung den status quo und die Chancen der Additiven Fertigung für die produzierende Industrie zu diskutieren.

 

Programm

14:00
Welcome Round-Table

11:45
KeyNote
“Additive Fertigung – Chancen und Herausforderungen für eine industrielle Produktion”, Prof. Dr. Reiner Anderl, Alexander Arndt (TU Darmstadt)

“Metall-3D-Drucken auf dem Weg in die industrielle Serienfertigung”, Dr. Roland Herzog (MAN Diesel & Turbo, Oberhausen)

“Factory of Tomorrow and Lessons-learned from current AM Production Leaders”, Detlef Scholz (EOS GmbH, München)

15:45–16:30
Kaffeepause

16:30

“Integration von AM in industrielle Produktionsprozesse”, Udo Burggraf (Concept Laser, Lichtenfels)

“ACEO Silikone für die additive Produktion”, Dr. Vera Seitz (Wacker Chemie, München)

“Additive Fertigungstechniken zur Erzeugung adaptiver Systeme”, Prof. Tobias Melz (Fraunhofer LBF, Darmstadt)

18:00
Netzwerken mit guten Gesprächen

Bild: Additive Manufacturing in industrieller Umgebung (Quelle: EOS)