Nachhaltig verbunden

Bindemittel für besseres Recycling

md Magazin
1-2, 2026

 

Verlag
Konradin Medien (Stuttgart)

Aktuelle Ausgabe des md Magazins
Fraunhofer IAP ReSpan Recycelten Werkstoffplatte System 180 - Nachhaltig verbunden

Egal ob Spanplatten aus Altholz, MDF mit pflanzlichem Bindemittel, kultivierte Pflastersteine oder biologisch abbaubare Kunststoffteile aus Wallnussschalen: Dank der stetig steigenden Nachfrage nach umweltverträglichen Produkten, kommt es zu immer mehr ungewöhnlichen Materialkombinationen.

ReSpan – Spanplatten-Recycling aus Altholz

Spanplatten sind günstig und vielseitig einsetzbar. Der mengenmäßig bedeutendste Holzwerkstoff in Deutschland landet jedoch am Ende seines Lebenszyklus in der Müllverbrennung. Bekanntlich ist die thermische Verwertung die unvermeidbare Endstation für Komposite aus synthetischen Bindemitteln. Dank eines neu entwickelten chemischen Verfahrens des Fraunhofer IAP ist es möglich, Spanplatten zu 100% zu recyceln.

Gebrauchte Möbel und andere Holzbauteile werden zerkleinert und mit einem eigens entwickelten Recycling-Reagenz behandelt und wieder zu neuen formstabilen Platten verpresst. Das Ergebnis ist eine vollständig recycelte Holzspanplatte ohne die Verwendung neuer Späne oder Bindemittel. Das Projekt „ReSpan“ entstand in Zusammenarbeit  mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der System 180 GmbH und PreZero Holz GmbH.

UNILIN Panels aus Belgien bietet mit ihren MDF-Platten Fibralux Biobased eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen mitteldichten Holzfaserplatten an. Die Platten bestehen aus wiedergewonnenem Holz und einem pflanzenbasierten Bindemittel. Dieses wird aus Reststoffen der Agrarindustrie gewonnen und besteht aus Sonnenblumen- und Rapspflanzen. Da kein Formaldehyd zur Bindung nötig ist, entstehen auch weniger CO2-Emissionen bei der Herstellung des Klebers.

Der vollständige Artikel ist in der Januarausgabe des md Magazins 1-2 2026 erschienen.

Aktuelle Ausgabe des md Magazins

Bild: Montage von Bauteilen aus recycelten Werkstoffplatten zur Herstellung eines Demonstrators. (Foto: System 180 GmbH, Clemens Richter)

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