Akustik-Materialien schaffen Aufmerksamkeit
md Kolumne: Nachhaltigkeit heute
md Magazin
5-6 2024
Verlag
Konradin Medien (Stuttgart)

In einer Welt voller Unruhe und permanenter Stimulierung mit Informationen, fällt es oft schwer, klaren Kopf zu bewahren. Viele Menschen sehnen sich nach Ruhe. Leider ist es nicht so einfach, der täglichen Lärmbelästigung zu entkommen. Geht es nach einem Bericht der New York Times, gilt Stille heutzutage sogar als Luxusgut.
Myx Sail – Akustikpaneel von Jonas Edvard
Menschen, die den größten Teil ihrer Arbeitszeit in offenen Bürostrukturen arbeiten, können von diesem Luxus nur träumen. Architekten wissen: Hier sind Lösungen gefragt, die den akustischen Komforts verbessern und für ein produktives Arbeitsumfeld sorgen. Dabei sind natürlich akustische Systeme gefragt, die den Prämissen der Nachhaltigkeit folgen.
Der dänische Designer Jonas Edvard arbeitet bereits seit Jahren mit Pilzmyzelium und versteht es als lebendes Biopolymer. Bei seinem Projekt „Myx Sail“ handelt es sich um ein 1×1 Meter großes, kompostierbares Akustikpaneel, das Schallfrequenzen zwischen 200-2500 Hz absorbieren kann. Das entspricht dem Standardbereich, in dem Menschen miteinander sprechen. Dieser Effekt basiert auf einer besonderen Materialkombination.
In einer vorgefertigten Form werden Weiden und Hanf lose hineingedrückt und schließlich mit Mycelfäden beimpft. Während sich die Mycelfäden ganz ihrem Ruf als „große Zersetzer der Natur“ auf Nahrungssuche begeben, ummanteln bzw. verbinden sie das getrocknete Pflanzenmaterial miteinander. Es verbindet sich nach wenigen Tagen mit den weißen Pilzfäden zu einem starren jedoch flexiblen Verbund.
Nach dem Auslösen aus der Form wird das Akustikpaneel langsam getrocknet. Da die Pilzfäden nach diesem finalen Bearbeitungsschritt nicht hart werden, liegen sie wie ein flexibler Flaum über dem steiferen Pflanzenmaterial. Eine perfekte Kombination um Schall zu absorbieren.
Den vollständigen Artikel findet man in der Maiausgabe des md Magazins 5-6 2024.
Bild: Hanf und Weidenfasern werden mit Myzelium verbunden und sorgen dank ihrer physikalischen Eigenschaften für eine optimale Schallabsorbtion (Quelle: Benjamin Lund & Jonas Edvard)
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