
Blumensteckschaum aus Schnittblumen
Umweltverträgliche Alternative zu Phenol-Formaldehyd-Schaumstoffen
21. April 2023
Herkömmliche Steckmassen für Blumen bestehen hauptsächlich aus Phenol-Formaldehyd-Schaumstoff. Die thailändische Designerin Irene Purasachit nutzt weggeworfene Schnittblumen, um daraus einen umweltverträglichen Blumensteckschwamm herzustellen und Papier und Textilien abzuleiten.
40% aller Schnittblumen gelangen nicht in den Handel
Im Laufe der Zeit haben wir uns daran gewöhnt, eine enorme Auswahl an Obst- und Gemüsesorten saisonunabhängig in den Supermärkten kaufen zu können. Auch in den Wintermonaten stehen neben den perfekt geformten roten Erdbeeren auch stets prall gefüllte Eimer mit allerlei Blumen. Egal ob nun Rosen, Tulpen oder Nelken, wir können sie das ganze Jahr über kaufen.
Dabei ergeht es denn Schnittblumen genauso wie der schnurgeraden Salatgurke und dem makellosen Apfel. Auf dem Weg in den Handel werden 40 Prozent der Blumen von der ursprünglich importierten Ware weggeworfen. Eine enorme Menge die bislang ungenutzt ihren Weg in die Kompostieranlagen fand.
Irene Purasachit nutzt den leicht zu identifizierenden organischen Abfall um daraus Papier, Textilien und einen umweltverträglichen Schaumstoff herzustellen. Diesen bietet sie nun Floristen und Konsumenten als nachhaltige und vor allem plastikfreie Alternative an, frei von Chemikalien und zu 100% aus Pflanzenfasern.
Gelungen ist ihr diese Entwicklung während ihres Masterstudiums an der Aalto Universität in Helsinki. Aktuell erhält Irene Purasachit im Rahmen der DesignFarm Berlin ein Förderstipendium, um die Entwicklung in ein marktfähiges Produkt zu überführen.
Bildquelle: Irene Purasachit
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