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Haftkleber aus Pflanzenölen

Biobasierte Bindemittel mit einheimischen Rohstoffen

2/2012

Klebstoffe werden bislang vornehmlich auf Basis von Erdöl bzw. zu einem geringen Teil aus natürlichem Kautschuk hergestellt. Insbesondere für Etiketten, Aufkleber oder verschließbare Verpackungen wären in der Industrie so genannte Haftkleber interessant, die auf einheimischen Rohstoffen basieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurde zu Beginn 2012 ein Projekt zur Entwicklung entsprechender Lösungen auf Basis von Pflanzenölen gestartet. Unter anderem werden Ölsäure- und Erucasäurederivate als Ausgangsstoffe getestet, die in ihrem molekularen Aufbau den Monomeren erdölbasierter Kleber ähneln. Die Karlsruher Forscher wollen durch Variation der Vernetzungsprozesse und Einbau zusätzlicher Monomere die Haftungseigenschaften der entstehenden Klebstoffe optimal auf den Einsatzfall einstellen. Im Fokus stehen dabei vor allem wasserabweisende Eigenschaften, die bislang das größte Problem der biobasierten Bindemittel darstellten. Mit Blick auf die Umweltverträglichkeit sollen die Klebstoffe zudem ausschließlich als wässrige Dispersionen ausgeführt werden. Ein prominenter Industriepartner in Verbundprojekt ist der tesa-Konzern.

 

www.kit.edu

www.tesa.com


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