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Wärmefluss-Thermographie

Zerstörungsfreie Prüftechniken für Windkraftrotorblätter

65/2012

Rotorblätter sind hoch beanspruchte Komponenten von Windenergieanlagen. Sie werden durch Windkräfte, ihr Eigengewicht sowie durch Flieh- und Trägheitskräfte belastet. Folge dieser Beanspruchung können vielfältige Schäden am Rotorblatt sein, die im günstigsten Fall nur Ertragseinbußen, schlimmstenfalls aber den Totalverlust der Anlage zur Folge haben. Versicherungen fordern daher eine regelmäßige Prüfung der Blätter alle zwei oder vier Jahre. Übliche Prüfverfahren sind die visuelle Kontrolle sowie das Abklopfen der Rotorblätter. Die Leistungsfähigkeit dieser Verfahren ist stark begrenzt. Hier kann die so genannte Wärmefluss-Thermographie Abhilfe schaffen, eine Methode, mit der auf der Blattoberfläche überall dort ein Temperaturunterschied erzeugt wird, wo ein Fehler unter der Oberfläche vorliegt. Dazu wird die Blattoberfläche kurz erwärmt, so dass eine Wärmefront ins Innere des Blattes diffundiert. Stößt sie dabei auf einen schlecht die Wärme leitenden Fehler wie etwa eine Delamination oder eine defekte Verklebung, so kann sich die Oberfläche über diesem Fehler nicht so schnell abkühlen und erscheint im Wärmebild als wärmerer Bereich.

 

Anlässlich der Konferenz "Materialien für neue Energien" am 13. September in Frankfurt wird Dr. Jochen Aderhold vom Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) aus Braunschweig die Prüftechnik vorstellen und die Potenziale einordnen.

 

www.wki.fraunhofer.de

 

 

Bild: Aktive Wärmefluss-Thermographie zur Qualitätssicherung (Quelle: Fraunhofer-Allianz Vision)

 

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