Building from Waste - Bauwerkstoffe aus Abfallmaterialien
KIT Karlsruher Institut für Technologie · Fachgebiet Nachhaltiges Bauen · Karlsruhe
26. Oktober 2017

Im Jahr 2019 hat die Bundesgartenschau Heilbronn erstmals im Kontext der Garten- auch eine Stadtausstellung präsentieren. Neben dem Hauptziel, die Stadt mit neuen dauerhaften Park-, Seen- und Uferlandschaften erlebbar zu machen, wird im Fruchtschuppen-Areal, einer über 30 Hektar großen Konversionsfläche der Bahn, zwischen Altem Neckar und Neckarkanal, ein neues Quartier in Innenstadtnähe entstehen. Dieses wird beispielhaft zeigen, wie Menschen in einem urbanen Verdichtungsraum gut zusammenleben. In diesem Zusammenhang wird die Frage nach verfügbaren und nachhaltigen Ressourcen für den Städtebau der Zukunft an Relevanz gewinnen.
Prof. Dirk E. Hebel untersucht im Fachgebiet Nachhaltiges Bauen am KIT unter anderem den sinnvollen Einsatz von Müll als integraler Bestandteil unserer Ressourcen. Die gebaute Umwelt wird von den Wissenschaftlern als Materialzwischenlager verstanden, Produkte können nach dem Durchleben eines ersten Lebenszyklus als Quelle für weitere Erzeugnisse fungieren. Die Stadt der Zukunft unterscheidet nicht mehr zwischen Abfall und Vorrat, so der Ansatz des Forscherteams.
Die BUGA 2019 hat die Wissenschaftler eingeladen, einen Pavillon zum Thema „Building from Waste“ für das Gelände zu entwerfen und zu realisieren. Ziel der Entwurfsaufgabe ist es, das Potenzial der Ressource Müll aufzuzeigen, ohne bei der Realisierung neuen Müll zu generieren. Dr. Sascha Peters war am 26. Oktober 2017 nach Karlsruhe eingeladen, einige spannende Ideen und Neuentwicklungen bei der Verwendung von Abfallstoffen im Baubereich vorzustellen und die Möglichkeiten im Kontext nachhaltigen Städtebaus aufzuzeigen.
Bild: ETH Zürich Pavilion, IDEAS CITY Festival in New York City (Quelle: Dirk E. Hebel, Marta H. Wisniewska, Felix Heisel)
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