Nachhaltige Materialkonzepte für Architektur und Design

4. Abendevent der Reihe "Material formt Produkt"

14. April 2011 · 17:00–20:00

Ort: formvielfalt GmbH (Albert-Einstein-Str. 1, 64823 Groß-Umstadt)
Veranstalter: Aktionslinie Hessen Nanotech des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Kooperationspartner: VDID, Hessen Design, Messe Frankfurt
Programmentwicklung: Haute Innovation – Agentur für Material und Technologie
Moderation: Dr. Sascha Peters

In der vierten Abendveranstaltung der Reihe „Material formt Produkt“ der Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wirtschaftsministeriums geht es um das derzeit beherrschende Thema der Material- und Produktentwicklung, das Thema Nachhaltigkeit. Wir stehen kurz vor einem bedeutenden Einschnitt unserer Werkstoffkultur, die wir vor allem petrochemischen Herstellungsprozessen zu verdanken hatten.

Natur- und biobasierte Materialien und Produktionsverfahren werden für aktuelle Produktentwicklungen immer bedeutender, das Denken in Materialkreisläufen ist beim Konsumenten angekommen. In den Vorträgen werden neue Biokunststoffe auf Basis von Graszellulose und Rizinusöl ebenso thematisiert wie Textilien aus der Baumrinde eines Feigenbaums oder Gerbstoffe zur Bearbeitung von Leder aus Olivenreststoffen. Prof. Richard Meier wird Neptunbälle vorstellen, also Seegraskugeln von den Stränden Tunesiens oder Siziliens, die eine hohe Wärmedämmung und natürliche Flammhemmung aufweisen. Freuen Sie sich auf Diskussionen zu einer neuen Materialkultur.

Programm

“Bio- und Naturwerkstoffe für Innenarchitektur und Design”, Oliver Heintz (BARK CLOTH), Dr. Sascha Peters (HAUTE INNOVATION)

“Naturmaterialien in der Vermarktungskette zwischen Produktentwicklung und Design”, Dr. Joachim Leluschko (Evonik Degussa GmbH)

“Zellulosekunststoffe mit grüner Bioraffinerie aus dem Odenwald”, Klaus-Peter Bollin (Biowert GmbH)

“Wet-green® – Olivenreststoffe zur Herstellung neuer schadstoffarmer Lederprodukte”, Jens Zotzel (N-Zyme BioTec GmbH)

“Neptunbälle: Natürlicher Brandschutz mit hoher Wärmedämmung”, Prof. Richard Meier (Neptutherm GmbH)

Bild: Textilverstärkter Kunststoff mit Rindentuch (Quelle: Barkcloth Europe)