Potenziale generativer Verfahren für die Individualisierung von Produkten

Fachbuch: Zukunftschance Individualisierung
April 2003

Verlag

Springer (Berlin/Heidelberg)

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Nachhaltiges, qualitatives Wachstum ist die Grundlage für Prosperität und Wohlstand in hochentwickelten Volkswirtschaften. Voraussetzung hierfür sind Innovationen, die sich in Produkten, Technologien und Diensten am Markt durchsetzen. In diesem Zusammenhang wird das Wissen um die Technologien und insbesondere die produktionsbezogene Umsetzung von Technologiewissen zu einer Kernkompetenz erfolgreicher Unternehmen. Innovative Produkte und Technologien sind in vielen Fällen untrennbar miteinander verbunden. Dies gilt insbesondere, wenn man die sich schnell ändernden Rahmen- und Randbedingungen globaler Märkte mit betrachtet, in denen individualisierte Produkte immer mehr an Bedeutung gewinnen. Kunden stellen differenzierte Anforderungen an Produkte, und die Unternehmen reagieren mit einer erhöhten Anzahl von Innovationen bei sich gleichzeitig verkürzenden Markteintrittszeiten. Dabei kann dieser Differenzierungsprozess natürlich auch vom Unternehmen initiiert werden; in jedem Fall steigt die Komplexität des Unternehmensgeschehens an. Hier besteht nun aus produktionstechnischer Sicht die besondere Forderung, mit intelligenten Lösungen bei abnehmenden Stückzahlen rationelle Produktionsmethoden zur Verfügung zu stellen. Welcher Grad der Individualisierung letztendlich gewählt wird, hängt neben der Produktphilosophie des Unternehmens ganz wesentlich auch davon ab, welchen Grad der Individualisierung der Käufermarkt dem Produkt zubilligt.

Grundsätzlich sind eine Vielzahl von Produkten und Produkteigenschaften individualisierbar und variabel zu gestalten. Doch erst dann, wenn sich für den Kunden ein erkennbarer Mehrwert durch eine Individualisierung herausstellt und er diesen auch wahrnimmt, sind wichtige Voraussetzungen für den Markterfolg gegeben. Dabei lassen sich die Individualisierungsmerkmale hinsichtlich der zugrunde liegenden Entscheidungskriterien in subjektiv und objektiv erfassende Merkmale unterscheiden. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es immer schon Entwicklungen gegeben hat, bei denen Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens in ihrer objektiven Funktionalität nicht verändert, wohl aber durch Äußerlichkeiten mit dem Anschein des Besonderen versehen wurden, um sie so mit Exklusivität zu umgeben und im Mark von anderen Produkten zu differenzieren.

Im dem Buchartikel geht es darum, als Innovationstreiber neue Technologien zu analysieren, mit denen neue, individualisierte Produkte für Massenmärkte herstellbar sind. Dabei sollen für die Produktion Masseneffekte beibehalten und dennoch hohes Individualisierungspotential auf der Produktseite genutzt werden. Forschungsaktivitäten werden in den folgenden Feldern diskutiert:

– Formgebende Verfahren (z.B. 5-Achs-Fräsen, Formerodieren)
– Laseranwendungen (z.B. Lasercaving)
– Hybride Fertigungstechnologien (z.B. laserunterstütztes Fräsen)
– Generative Verfahren zur Produktreplikation (Rapid Tooling)
– Generative Verfahren zur direkten Produktherstellung (Rapid Manufacturing)

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Bild: Controlled Metal Build-Up (Quelle: Fraunhofer IPT)