
Landbox
Isolierverpackung für den Onlinehandel aus Stroh
11. September 2020
Das Münchner Maschinenbauunternehmen Landpack hat eine neuartige ökologische Isolierverpackung, unter anderem für den wachsenden Onlinehandel mit Lebensmitteln, entwickelt. Die Landbox besteht aus Stroh oder Hanf und einer Bio-Vlies-Umhüllung. Die ökologische Verpackung kann nach der Nutzung einfach im Biomüll oder auf dem Kompost im Garten entsorgt werden. Die Landbox wird klimaneutral produziert und benötigt für ihre Herstellung lediglich einen Bruchteil an Energie im Vergleich zu Styropor, bei vergleichbarer Isolationsleistung.
Strohhalme haben hervorragende Dämmeigenschaften
„Die Landbox ist die erste wirkliche Alternative zu Styropor als Versandverpackung,“ erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Maier-Eschenlohr. „Stroh ist insbesondere feuchtigkeitsregulierend, aber auch geruchsneutral und isoliert genauso gut wie Styropor. Mit zunehmendem Onlinehandel von temperatur- oder stoßempfindlichen Waren, kommt einer umweltfreundlichen und für den Endverbraucher einfach zu entsorgenden Isolierverpackung strategische Bedeutung zu. Gerade der boomende Markt des Online-Lebensmittelhandels hat auf eine nachhaltige Verpackungslösung gewartet.“ Seit März 2020 kann die Isolierverpackung auch in kleineren Mengen bezogen werden.
„Bei uns geht es nicht um Verpackungs-Recycling, sondern Kompostierung. Verpackungen, die im Garten entsorgt werden können, sind die ultimative Lösung für unser globales Plastikmüll-Problem.“ Landpack produziert die Boxen in einem eigens entwickelten Verfahren, dass sie bereits patentiert haben. Das Stroh wird dabei vollautomatisch zu Platten gepresst und dabei gereinigt. Es kommen keinerlei Klebstoffe zum Einsatz, die Platten werden am Ende einfach mit einer biologisch abbaubaren Folie umhüllt. Der Energieverbrauch je Kubikmeter Strohplatte liegt bei rund 20 Kilowattstunden. Bei bei der Produktion von Styropor ist dieser 50 mal höher.
Das verwendete Stroh wird von Landwirten aus der Umgebung bezogen. Es fällt als Nebenprodukt bei der Getreideernte an und kann ohne ökologische Nachteile zu mehr als 30 Prozent von den Feldern entfernt werden. Neben den Getreideerträgen kommt damit eine weitere Einnahmequelle für die regionalen Landwirte hinzu. Landpack überwacht das Getreide vom Anbau bis zur Ernte, um optimale Qualität zu garantieren.
Bildquelle: Landpack
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