
Ecoblaq – Molekulare Holzfärbung
Natürliche Oberflächenbehandlung für Möbel
23. März 2024
Aus ökologischer Sicht ist die Produktionstechnologie für die meisten Farben, Lacke und Lacke heute grundsätzlich dieselbe. Eine Farbe oder ein Lack ist ein Mehrkomponentensystem, das filmbildende Materialien, Füllstoffe, Pigmente, Verdünner, Lösungsmittel, funktionelle Additive, Härter, Beschleuniger und Trockenmittel umfasst. Von diesen gehen vielfache Gefahren für die Umwelt aus.
Keine Giftstoffe, kein Mikroplastik, keine Umweltgefährdung
Farbe besteht zu einem großen Teil aus Kunststoffpolymeren (durchschnittlich 37 %). Die Farben- und Lackindustrie hat im Laufe der Jahre immer mehr Giftstoffe entfernt. Jedoch zeigen neue wissenschaftliche Erkenntnisse, dass wir noch viel mehr tun müssen. Farbe ist die größte Quelle für Mikroplastik in Ozeane und Gewässer und überwiegt alle anderen Quellen (z. B. Textilfasern und Reifenstaub).
Um eine Alternative zu schaffen, hat ecoblaq in jahrelanger Forschungsarbeit eine schadstoff- und kunststofffreie Technik zum Färben von Holz in Schwarz-, Braun- und Grautönen entwickelt. Derzeit gibt es weitere Tests mit anderen Farben, die auf der gleichen Methode basieren.

Die Technologie von Ecoblaq benötigt keine filmbildende Deckschicht aus Farbe, Lack, Beize oder ähnlichem. Stattdessen wird eine Molekülmanipulationsmethode verwendet, eine chemische Reaktion im Holz, die dazu führt, dass das Holz seine Farbe ändert. Deshalb bleiben die natürlichen Holzmuster erhalten, einschließlich der Wärme und Struktur des Holzes.
Die Farbe ist lichtecht und langlebig, getestet für bis zu 100.000 Hüben (Martindale-Test). Im Schadensfall kann es trotzdem repariert, wiederverwendet, recycelt und upgecycelt werden. Und am „Lebensende“ wird das ungiftige Holz dem biologischen Kreislauf zugeführt.
Die beiden Ecoblaq-Gründer, Eskil Hardt und Mikala Poulsen, blicken in eine Zukunft mit einer steigenden Zahl verantwortungsbewusster Kunden, einem Trend unter den neuen Generationen, die nachhaltiges Leben unterstützen. Dieser Trend wird auch durch staatliche Regulierungen und wirtschaftliche Anreize gefördert, die auf nachhaltigere Produktions- und Konsummethoden drängen.
„Grundsätzlich blicken wir in eine Zukunft, in der wir überdenken müssen, wie wir mit den Ressourcen der Erde umgehen, um mehr Wert aus den von uns verwendeten Materialien zu ziehen“, sagt Eskil Hardt. „Und wenn Holzprodukte für eine lange Lebensdauer konzipiert und so umgestaltet werden, dass sie die Umwelt möglichst wenig belasten, dann ist es eine der nachhaltigsten Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen.“
Ecoblaq ist Teil unserer „Materialschätze“ im Futurium in Berlin.
Bilderquelle: ecoblaq, Denmark
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