
Pheres
Auxetische Struktur passt sich ideal dem Fuß an
16. Mai 2019
Pheres ist ein Produktkonzept für einen extrem leichten und elastischen Schuh der beiden Designer Eric Esser und Philipp Hainke aus Berlin, der mit dem 3D-Filamentdruck umgesetzt wurde. Für die Konstruktion wurden auxetische Strukturen verwendet, die dem Obermaterial und der Sohle eine elastische Eigenschaft verleihen und sich wie eine zweite Haut an den Fuß anpassen.
3D-gedruckter Schuh aus Monomaterial
Die Entwicklung ist eine Mischung aus einer Sandale, einem Slipper und einem Sneaker, gedacht für heiße Sommertage, einen Sauna- oder Strandbesuch, lange Flugreisen oder als Hausschuh. Die bewusst offene Gestaltung ermöglicht es dem Fuß, frei zu atmen. Das geringe Gewicht vermittelt es dem Träger, barfuß zu laufen. Schuhe werden oft aus verschiedenen Materialien, vor allem Kunststoffen, gefertigt. Diese lassen sich im Anschluss schlecht oder gar nicht trennen und können dadurch nicht in die Wertschöpfungskette zurückgeführt werden bzw. lassen sich nicht kompostieren. Auch sind Schuhe in der industriellen Großproduktion selten optimal an die Bedürfnisse des Trägers angepasst.

Bild: 3D gedruckter Schuh Pheres
Durch eine Kombination aus 3D-Scan, CAD-Modellierung und anschließender Fertigung durch 3D-Drucken, lassen sich diese Probleme bereits jetzt sinnvoll lösen. Bei Pheres werden das Obermaterial (Upper) und die Sohle separat voneinander aus dem gleichen Material (TPU) gefertigt und anschließend unkompliziert verschweißt. Durch den Verzicht von Garn (Nähte) oder Kleber lässt sich der Schuh nach seiner Lebensspanne wieder einschmelzen und im Anschluss zu einem neuen Schuh oder einem anderen Produkt verarbeiten. Mit der sich stetig verbessernden 3D-Scantechnik ist es möglich, ein exaktes Modell der Füße abzubilden, welches sich im Anschluss für die perfekte Gestaltung der Schuhgröße und Fußkontur verwenden lässt. Auch können Schuhe auf diese Weise auf Bestellung produziert werden (production on demand), was den Nachhaltigkeitsaspekt deutlich voranbringt.
Bildquelle: Eric Esser
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