Metalscapes
Inkrementelle Blechumformung erleichtert Designproduktion
27. Juni 2013

Dass sich Designer in einem Land mit einer komplexen Forschungslandschaft deutlich anders orientieren als Designer anderer Regionen dieser Welt, konnte man auf eindrucksvolle Weise beim diesjährigen DMY im Flughafen Tempelhof erleben. Studierende der Fachhochschule Potsdam zeigten in der Sonderausstellung „Metalscapes“ Projektergebnisse, die in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz entstanden.
Computergesteuerter Drückkopf
Auf Basis der Potenziale des inkrementellen Blechumformens und Arbeitens mit ultraleichtem Aluminiumblech wurde eine ganze Reihe interessanter Produktszenarien umgesetzt, angefangen bei einer Handgelenk-Manschette, bei der 3D-gescannte Körperdaten in ein individuell angepasstes Produkt überführt werden; über eine bis hin zu einer Leuchte mit polygonalisierten Reflektorschirm, bis hin zu einem Trophäen-Konzept, bei dem sportliche Höchstleistungen in Echtzeit in einem Pokal visualisiert werden.
Bei der inkrementellen Blechumformung wird im Gegensatz zur konventionellen werkzeugbasierten Drücktechnologie eine Werkzeugformhälfte durch einen computergesteuerten Drückkopf ersetzt. Die plastische Verformung ist dann fast beliebig an jeder Stelle des Bleches möglich, so dass der Kunde selbst zum Gestalter seines eigenen Möbels werden und nahezu individuell Strukturen in sein Produkt einbringen kann. Mit diesen Potenzialen lässt sich die Technologie in unterschiedlichen Bereichen einsetzen. So lassen sich Leichtbauelemente für Fassaden ebenso realisieren wie Verschalungselemente für die Möbelindustrie. Der große Vorteil ist, dass auf kostspielige Werkzeuge nahezu vollständig verzichtet werden kann.
Bild: Blechsicken-Struktur SIDU (Design: Max Wosczyna, Bernadette Wüchner)
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