3D gedruckte Kaugummis
Chemiekonzern stellt Food-Drucker für Kaugummirohmassen vor
1. Januar 2017

Nachdem Wacker Chemie im letzten Jahr mit der Präsentation des weltweit ersten Druckers für Silikone seinen Einstieg in die additive Produktion vermeldete, wird der Konzern nun auch im neuen Markt rund um Foodprinter mitmischen.
Polyvinylacetat-Festharze bilden Grundlage für 3D-gedruckte Kaugummis
Mit dem Verfahren „Candy2Gum“ werden die Wacker-Entwickler aus München auf der Süßwarenmesse ProSweets 2017 vom 29. Januar bis 1. Februar 2017 in Köln den weltweit ersten 3D-Drucker für Kaugummis vorstellen.
Wacker Chemie zählt insbesondere für bauchemische Werkstoffe und Silikone zu einem der weltweit führenden Produzenten. Neben dem Bausektor ist Wacker auch im Nahrungsmittelbereich tätig und stellt zum Beispiel Polyvinylacetat-Festharze in Lebensmittelqualität her.
Da diese einen wichtigen Bestandteil in einigen Kaugummirohmassen darstellen, hat die Innovationsabteilung des Chemieriesen in den letzten Monaten Rezepturen für Kaubonbons entwickelt, die sich für die Verarbeitung mit einem 3D-Drucker eignen.
Mit Hilfe eines neuartigen Kochprozesses werden wasserbasierte, fetthaltige und natürliche Inhaltsstoffe zunächst zu Kaugummi verarbeitet. Dieses lässt sich dann mit einem 3D-Drucker in die verschiedensten Formen bringen.
Zur additiven Verarbeitung der neuen Rezeptur wurde eigens ein Drucker entwickelt und der Prozessablauf soweit optimiert, dass auch die weichen Bestandteile eines Kaubonbons verarbeitet werden können. Somit lassen sich auch natürliche Inhaltsstoffe wie Milch, Kakao, Kaffee, Karamell, Schokolade oder Pflanzenextrakte in das Kaugummi einbringen.
Ob Namen, Logos oder Figuren im Miniaturformat: Die Kunden können sich in Zukunft auf personalisierte Formen ebenso freuen wie auf Kaubonbons in den unterschiedlichsten Farben und Geschmacksrichtungen.
Bildquelle: Wacker AG
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