
Fuelium Papierbatterie
Klein, Günstig und Umweltfreundlich
13. März 2018
In Deutschland sind wir es schon seit Jahren gewohnt, brav und in unerschütterlicher Akribie unseren Müll zu trennen. Egal ob Werbeprospekt vom nächstgelegenen Supermarkt, die leere Weinflasche vom gestrigen Serienabend oder die Kartoffelschalen vom Mittagessen: Für alles gibt es eine Tonne in greifbarer Nähe. Sobald man jedoch ein wenig Organisation für eine fachgerechte Müllentsorgung braucht, wird so manch einer zum Umweltsünder. Populäres Beispiel: Altbatterien!
Papier als Basismaterial
Das Unternehmen Fuelium aus Spanien präsentierte jüngst eine gleichnamige Batterie aus Papier, die ohne Bedenken im Hausmüll entsorgt werden kann. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Lithiumbatterien enthält die neue Papierbatterie keine toxischen Stoffe oder Schwermetalle. Der Energiespeicher basiert vielmehr auf einer elektrochemischen Reaktion. Dabei wird das flüssige Testmedium durch die Kapillarwirkung des Papiers zum Sensor transportiert. Mögliche Anwendungen sehen die Entwickler für alle elektrischen Geräte mit einem sehr geringen Strombedarf wie z.B. In-Vitro Diagnosegeräte zur Überprüfung von Blutzucker oder Hormonhaushalt der Patienten. Bisher wurden solche Messgeräte mit Lithiumknopfbatterien betrieben, um den nötigen Energieverbrauch für Analyse und Ergebnisanzeige zu decken. Oft landen die simplen Einwegmessgeräte im Müll, obwohl nur etwa ein Prozent der Batterieladung verbraucht wurde.
Im Gegensatz dazu können die Batterien von Fuelium exakt auf die Anwendung eingestellt werden. Nach Angaben der Wissenschaftler kann der Output zwischen einem und sechs Volt eingestellt werden. Durch die geringen Produktionskosten können vor allem Krankenhäuser in Entwicklungsländern von dem neuen Energiespeicher profitieren und die Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung verbessern.
Bildquelle: Fuelium
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