
Pilzmyzel als Bio-Klebstoff in der Design- und Elektroindustrie
Future of BioAdhesives 2026 · Online-Vortrag
24. Februar 2026
Pilzmyzel entwickelt sich immer mehr zu einer Art Bio-Klebstoff für bioabbaubare Verbundstoffe und Biokomposite. Durch natürliches Wachstum bindet es organische zellulosehaltige Sekundärstoffe wie Holzspäne, Hanfschäben oder Stroh und verwandelt sie in ein stabiles, leichtgewichtiges und vollständig kompostierbares Material.
Pilzmyzel als natürlicher, selbstorganisierender Kleber
Es fungiert dabei als natürlicher, selbstorganisierender Kleber, der das Substrat durchdringt und bindet, was eine umweltfreundliche Alternative zu synthetischen Kunststoffen darstellt. Dabei wächst das Pilzmyzel unter normalen Umgebungsbedingungen und benötigt wenig Energie, was den CO2-Fußabdruck deutlich reduziert. Myzelbasierte Verbundstoffe sind zudem feuerhemmend und feuchtigkeitsresistent und können sowohl schalldämmende als auch -reflektieren Qualitäten aufweisen.
Anlässlich des Online-Event „Future of BioAdhesives“ wird Prof. Dr. Sascha Peters von der Zukunftsagentur Haute Innovation aus Berlin in einem Vortrag die Rahmenbedingungen für das Arbeiten mit Pilzmyzel im Bauwesen sowie im Design– und Elektrobereich erläutern.
Anhand des vom BMFTR-geförderten Projekts „Mycoustics“ wird er eine Prozesskette zur additiven Herstellung eines Lautsprechergehäuses mit lebendem Pilzmyzel vorstellen, die derzeit am Fraunhofer IWU entwickelt wird. Dabei sollen in einem Prozessschritt sowohl schallreflektierende als auch schallabsorbierende Oberflächen geschaffen werden und das Klangerlebnis positiv beeinflussen können.
Das englischsprachige Online-Event „Future of BioAdhesives“ widmet sich am 24. und 25. Februar 2026 Materialinnovationen und neuen Anwendungen für biobasierte Klebstoffe. Bio-Klebstoffe zählen zu den zukunftsweisenden Innovationen für die Industrie im Übergang zu einer nachhaltigen Ökonomie.
Sie ermöglichen die Verbindung von Materialien auf klimafreundlicher Basis, fördern gesunde Produkte und schaffen neue Wertschöpfungsketten – von Klebstoffen für Holzwerkstoffe und Verpackungen bis hin zu innovativen Bindemitteln für biobasierte Verbundmaterialien.
Bild: Austernpilz Myzel auf Kaffeesatz (Foto: Tobi Kellner, Creative Commons)
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