Technische Biomaterialien für Möbel und Design
Biobasierte Werkstoffe erreichen den Interiormarkt
md Sonderausgabe „Material wirkt“
Juli 2024
in Kooperation mit
db deutsche bauzeitung
Verlag
Konradin Medien (Stuttgart)

Die Zeit für Biomaterialien scheint gekommen. Immer häufiger werden sie in Design und Interior verwendet. Mit ihnen können die Produzenten nicht nur ihre Materialkreisläufe schließen, sie reduzieren dabei die durch die Herstellung entstehenden CO2-Emissionen deutlich.
Papershell aus verpresstem Kraftpapier
Ein impulsantes Beispiel ist der von Arper anlässlich der Mailänder Design Week vorgestellte Catifa 53 Chair, den das Unternehmen aus Papershell hergestellt hat. Das Material stammt vom Start-Up Papershell, das von Anders Breitholtz vor drei Jahren gegründet wurde, um ein besonders nachhaltiges Material in den Markt zu bringen.
PaperShell verpresst Kraftpapier als Metall- und Holzersatz in Formteile und kann dabei deutlich zur Verringerung der CO2-Emissionen in der Produktion beitragen. Kraftpapier hat unter allen Papiersorten die höchste Festigkeit, die zum Beispiel für Einkaufstaschen oder Schmirgelpapier genutzt wird.
Das Verfahren funktioniert dabei vollkommen ohne chemische Zusätze oder synthetische Stoffe. Als Bindemittel kommen natürliche Harze zum Einsatz. Dass PaperShell-Formteile zum Beispiel in Mobilitätslösungen und Sportgeräten eingesetzt werden können, hat das Start-Up bereits eindrucksvoll bewiesen.
Mit dem Catifa 53 Chair hat Arper nun den ersten Used-Case in der Möbelindustrie präsentiert. Sämtliche für die Produktion benötigten Rohstoffe stammen dabei ausschließlich aus Resten und Sekundärmaterialien der schwedischen Holzproduktion, wie Sägemehl, Späne und Äste.
Den vollständigen Artikel findet man in der md-Sonderausgabe „Material wirkt“ (Erscheinung im Juli 2024).
Bild: Catifa 53 Chair aus verpresstem Kraftpapier (Quelle: Arper; Foto: Salva Lopez; Papershell)
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