Stone Spray
3D gedruckte Strukturen aus Gesteinspartikeln
12. März 2013

Die Potenziale generativer Fertigungsverfahren wurden bereits Ende der 80er Jahre beschrieben. Mit Blick auf die ressourcenschonende Herstellung von Bauteilgeometrien und architektonischen Strukturen gewinnen additive Technologien immer mehr an Bedeutung. Wissenschaftler kalkulieren, dass sich im Vergleich zu den klassischen, Material abtragenden Produktionsverfahren, Gewichtseinsparungen von 50-90 % realisieren lassen könnten. Da sich vor allem hochkomplexe Geometrien auf einfache Weise umsetzen lassen, gewinnen generative Techniken insbesondere in der Kreativszene mehr an Bedeutung.
Hochbelastbare Strukturen aus Sand
Hier belassen es die Designer und Architekten aber nicht nur bei der bloßen Anwendung der so genannten Rapid Technologies. Sie entwickeln neue Prinzipien zur Material generierenden Umsetzung ihrer Entwürfe.
In Barcelona arbeiten drei Studierende seit 2012 im Projekt „Stone Spray“ an einem Roboter, um hochbelastbare Strukturen auf Basis von Sand und einem Bindemittel aus dem Straßenbau additiv aufzubauen. Versuche unter Verwendung eines Trägergewebes zum Auftrag des Sandgemischs waren sehr vielversprechend. So konnte die Geometrie eines Hockers bereits in rund 3 Stunden umgesetzt werden. Da sich der Sand-Sprayer direkt vor Ort einsetzen lässt, könnten die konventionellen Bauabläufe revolutioniert werden.
Video zum Projekt unter: www.vimeo.com
Bildquelle: CAAD Barcelona
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