
Öko-Bambus-Fahrradrahmen auf der Hannover Messe vorgestellt
Bindemittel aus der Steinzeit reaktiviert
20. April 2015
Auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsmarkt Berlin-Brandenburg der Hannover Messe 2015 wurde der erste echt-ökologische Fahrradrahmen aus Bambus und regionalem Öko/Bio-Naturfaserverstärkten Kunststoff (NFK) präsentiert. Seit einigen Jahren fahren vermehrt Bambusfahrräder auf unseren Straßen. Bambus, ein schnell nachwachsendes Riesengras aus tropischen Regionen, erfreut sich steigender Beliebtheit als Lifestyleobjekt, als altbewährter Roh- und Werkstoff sowie wichtiger Baustein einer zukünftigen nachhaltigen Bioökonomie.
90 Prozent der Materialien mit natürlichem Ursprung
Auch wenn Bambus an sich ein ökologisches Bio-Material ist, so sind die daraus hergestellten Produkte oftmals nicht wirklich nachhaltig. Die bis dato produzierten Bambus-Fahrradrahmen werden faktisch alle mit Epoxidharz-Klebern zusammengefügt. Bei der neuen Lösung der Berliner Wissenschaftler wird ein Bindemittel verwendet, mit dem man bereits in der Steinzeit Gesteinsspitzen und Werkzeuge an Holzstücken befestigte. Die Technische Universität Berlin präsentierte auf der Hannover Messe neben dem ersten Prototypen eines Öko-Bambus-Fahrradrahmens mit Thermoplast-NFK ebenfalls die neue Version eines Holz-Fahrrades aus regionalen nachwachsenden Rohstoffen, sowie einen Sattel aus PLA, der mit einem 3D-Drucker produziert wurde.
Das studentische Projekt „NaWaRo-Fahrrad.de – Regionale NachWachsende Rohstoffe auf Rädern“ an der TU Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, alternative, regionale und ökologische Roh- und Werkstoffe zu erforschen und die Idee eines bis zu 90 Prozent aus Material biologischen Ursprungs bestehenden Fahrrades (Rahmen, Lenker, Gepäckträger, Sattel, Gabel, Lampen etc.) Wirklichkeit werden zu lassen. Ein interdisziplinäres Team von Studierenden wird hierbei von Wissenschaftlichen Mitarbeitern des Sonderforschungsbereiches (SFB) 1026 „Sustainable-Manufacturing.net – Shaping Global Value Creation“ betreut und unterstützt.
Bildquelle: TU Berlin
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