istraw Strohbauplatten für den Trockenbau
Ökologischer Werkstoff mit schallreduzierender Wirkung
7. Mai 2014

Bei der Kultivierung von Einjahrespflanzen wie Weizen, Reis oder Gerste fallen jährlich große Mengen Stroh an. Dieses wird entweder verbrannt und energetisch genutzt oder kommt in der Landwirtschaft bzw. Tierhaltung zur Anwendung. Eine höherwertige Verwertung des organischen Abfallmaterials als Bau- und Dämmwerkstoff findet in den letzten Jahren immer häufiger statt. Beispiele sind OSSB aus Weizenstroh oder Holzersatz aus Reisstroh.
Lignin verbindet Halme miteinander
Unter dem Namen istraw wird seit einigen Jahren eine Bauplatte für den Trockenbau vertrieben, die ohne Beimengung eines Bindemittels im Kern aus komprimiertem Stroh besteht. Der Baustoff wird im Strangpressverfahren hergestellt, der Stroh verdichtet und mit einem Recyclingkarton ummantelt. Das in den Faserwänden enthaltene Lignin verbindet die Halme dauerhaft miteinander. Den selbsttragenden Bauplatten entströmen keine schädlichen Ausdünstungen, entspricht den heutigen Anforderungen nach gesunder Wohnraumökologie und hat positive Einflüsse auf das Raumklima. Es verbessert den Brandschutz eines Gebäudes und wirkt sich positiv auf die Raumakustik aus. Bei Messungen an flankierenden Elementen von Geschoss zu Geschoss konnte eine Schallreduktion von 68 dB gemessen werden. In geschlossenen Räumen wird die Nachhallzeit reduziert. Da die Platte monolithisch massiv aufgebaut ist, kann es keine Trommel- oder sonstige Resonanzeffekte geben.
Das hochverdichtete Strohmaterial reduziert wirkungsvoll die Nachhallzeit in geschlossenen Räumen wodurch eine angenehme Raumakustik entstehen kann. Da die Platte monolithisch massiv aufgebaut ist, kann es keine Trommel- oder sonstige Resonanzeffekte geben. Die aus Bürobauten oft bekannten akustischen Probleme werden drastisch vermindert bzw. komplett eliminiert.
Bildquelle: Marcel Burgstaller
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