
Desinfektion mit Plasmatechnologie
Verfahren der Oberflächenbehandlung und -aktivierung tötet Coronaviren ab
8. Juni 2020
Beim Bayerischen Roten Kreuz befindet sich seit kurzem eine Plasmasterilisationsanlage vom ostwestfälischen Technologieunternehmen Plasmatreat zur Desinfektion und Aufbereitung verschmutzter Schutzbekleidung in der Pilotphase. Das Unternehmen versucht, Einweg-Schutzkleidung durch ein sicheres und einfaches Verfahren zu desinfizieren. Der Wegwerfartikel könnte ein weiteres Mal benutzt werden und die Lage in den Coronahotspots würde sich entspannen. Die Anlage ist eine Weiterentwicklung des Forschungsprojekt MoPlasDekon (Mobile Plasma-Dekontamination) entwickelten Systems.
Plasma ist wirkungsvoll gegen multiresistente Keime und Viren
„Wenn wir Plasma jetzt erfolgreich in der Corona-Krise anwenden können, wird unsere Forschung enorm vorangetrieben und letztendlich könnte das noch ausstehende Zulassungsverfahren beschleunigt werden. Denn noch befinden wir uns in einem Graubereich. Wir wissen, dass unser Verfahren wirkt und haben auch ausreichend Beweise, zugelassen ist das Verfahren aber noch nicht. Dieser Prozess dauert unglaublich lang!“, erklärt Geschäftsführer Christian Buske.
Plasmatreat ist Weltmarktführer in der atmosphärischen Plasmaforschung und der Anwendung der Technologie. Spezialisiert hat sich Plasmatreat bisher auf die Oberflächenvorbehandlung und liefert Lösungen für die Luftfahrt, die Elektronik, die Verpackungstechnik, den Automobilbau oder die Textilfertigung. Jetzt möchte das Unternehmen stärker in den Desinfektionsbereich einsteigen.
Plasma entsteht, wenn Luft und Hochspannung zusammenkommen, z.B. wenn es beim Gewitter blitzt. Das Licht des Blitzes besteht aus reinem Plasma – einer gasförmige Materie. Diese könnte an vielen Orten weltweit helfen, denn Plasma zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass es mit Hilfe eines speziellen Verfahrens hervorragend desinfiziert. Selbst besonders stabile multiresistente Keime und Viren wie gegen Viren wie Ebola oder Corona lassen sich mit Plasma abtöten. Längst arbeitet Plasmatreat an weiteren innovativen Lösungen im Bereich der Desinfektion. Leitungswasser wird mit Plasma bereichert und dadurch zum einfachen aber genialen Desinfektionsmittel. Auch hier laufen im Plasmatreat-Technologiezentrum seit Jahren Versuchsreihen.
Bildquelle: Plasmatreat
Textilien aus Pilzen
29. September 2026
Auf der Suche nach alternativen Herstellungsmethoden haben Forschende am…
Biobasierte Carbonfasern
7. Mai 2026
Eine neue Pilotanlage der Carbon Lab Factory Lausitz am Fraunhofer IAP in Guben…
Absora Mikroperforationsmaterial
21. August 2026
Absora hat ein mikroperforiertes Metamaterial aus Blech entwickelt, das Schall…
3D-gedrucktes Campervan-Interior
18. September 2026
Das US-Startup Materialogic entwickelt additiv gefertigtes Interior-System für…
Hyperspektrale Bildgebung durch integrierte Interferenzfilter
3. Juli 2025
Für die optischen Sensorik wurde am Fraunhofer IST die hyperspektrale…
Lidl testet autonome E-LKW im realen Filialbetrieb
16. September 2026
Lidl setzt gemeinsam mit dem schwedischen Technologieunternehmen Einride…
Exoskelett unterstützt Reifenwechsel
22. März 2026
German Bionic hat unter dem Namen EXIA ein KI-gestütztes Exoskelett für…
BTRY entwickelt ultradünne Feststoffbatterie
24. September 2026
Mit seiner ultradünnen Feststoffbatterie arbeitet BTRY an einer…
Smart Ring
27. Februar 2024
Durch Miniaturisierung von Sensorik und Antenne in einen Ring haben Start-Ups…








