
Ultradünne Betondecken ohne Verschalung
Forscher des Robotic Fabrication Labs der ETH Zürich bauen Dach der Zukunft
30. Oktober 2017
Dass die Forscher der ETH Zürich absolute Profis in der Entwicklung von neuartigen Bauweisen und innovativen Baukonstruktionen sind, haben sie in der jüngeren Vergangenheit einige Male bewiesen. Ihr neuester Coup: Ein ultradünnes und mehrfach geschwungenes Betondach ohne aufwändige Verschalungen. Anhand eines 1:1 Modells zeigen die Forscher und ihre Kooperationspartner eindrucksvoll, welch aufwändige Formgeometrien möglich sind.
Erstes Dach war lediglich 12 cm dick
Ausgangspunkt für die Konstruktionsmethode ist ein Netz aus Stahlseilen, das an einem Holzgerüst befestigt wird. Auf die noch luftige Konstruktion wird ein festes Polymer-Textil gespannt und anschließend mit Spezialbeton befüllt. Der Beton ist viskos genug, um an den vertikalen Flächen der Dachkonstruktion zu haften. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verschalungen, kann die Konstruktion immer wieder recycelt werden.
Die Kombination aus Geometrie und Proportion ist der wichtigste Parameter für die Umsetzung der Baumethode. Mit einer eigens entwickelten Software werden die Kräfte, die auf jedem einzelnen Stahlseil lasten, präzise berechnet. Es lassen sich unterschiedliche Gestaltungsszenarien berechnen und optimieren. „Wenn wir die Geometrie richtig berechnen, dann gewinnen wir die Stabilität primär aus der Geometrie und nicht aus dem Baumaterial. Wir haben bewiesen, dass es möglich ist, ein leichtes und flexibles Schalungssystem für Beton zu bauen und dass komplexe Betonstrukturen ohne großen Materialaufwand möglich sind“, erklärt Prof. Dr. Philippe Block.
Das erste 1:1 Modell war 7 Meter hoch, hatte eine Fläche von 162 Quadratmetern und wog nur 22 Tonnen. Die Materialstärke variierte zwischen drei und zwölf Zentimeter. Im nächsten Jahr soll die Methode zum ersten Mal an einem echten Gebäude eingesetzt werden.
Bildquelle: Philippe Block, ETH Zürich
Textilien aus Pilzen
29. September 2026
Auf der Suche nach alternativen Herstellungsmethoden haben Forschende am…
Biobasierte Carbonfasern
7. Mai 2026
Eine neue Pilotanlage der Carbon Lab Factory Lausitz am Fraunhofer IAP in Guben…
Absora Mikroperforationsmaterial
21. August 2026
Absora hat ein mikroperforiertes Metamaterial aus Blech entwickelt, das Schall…
3D-gedrucktes Campervan-Interior
18. September 2026
Das US-Startup Materialogic entwickelt additiv gefertigtes Interior-System für…
Hyperspektrale Bildgebung durch integrierte Interferenzfilter
3. Juli 2025
Für die optischen Sensorik wurde am Fraunhofer IST die hyperspektrale…
Lidl testet autonome E-LKW im realen Filialbetrieb
16. September 2026
Lidl setzt gemeinsam mit dem schwedischen Technologieunternehmen Einride…
Exoskelett unterstützt Reifenwechsel
22. März 2026
German Bionic hat unter dem Namen EXIA ein KI-gestütztes Exoskelett für…
BTRY entwickelt ultradünne Feststoffbatterie
24. September 2026
Mit seiner ultradünnen Feststoffbatterie arbeitet BTRY an einer…
Smart Ring
27. Februar 2024
Durch Miniaturisierung von Sensorik und Antenne in einen Ring haben Start-Ups…








