
Curevac Impfstoff-Drucker
Mobile Produktionsanlagen zur Herstellung von mRNA-Vakzinen
28. März 2021
In vielen Ländern der Welt haben die Impfkampagnen gegen das Coronavirus begonnen. Noch fehlen aber die Impfstoffe in den notwendigen Mengen, um eine Herdenimmunität in der Bevölkerung herbeizuführen. Neben dem Zulassungsprozess für die Impfstoffe waren insbesondere die Produktionsstätten in der Europäischen Union nicht in der notwendigen Größenordnung vorhanden. Im zweiten Quartal 2021 sollen die Liefermengen nun erheblich gesteigert werden, neue Impfstoffe stehen vor der Zulassung, wie zum Beispiel der mRNA-Impfstoff von Curevac.
Individuell auf einzelne Patienten zugeschnittene Chargen
Bereits seit langem erforscht das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen aus Tübingen den Botenstoff-RNA (mRNA) als Basis für Therapeutika und Impfstoffe, noch bevor Unternehmen wie Biontech und Moderna den Botenstoff weltweit bekannt machten. Jedoch möchte das Unternehmen nicht nur zukünftige Impf- und Wirkstoffe revolutionieren sondern auch deren Produktion. Für die weltweite Herstellung und Distribution hat man sich einige große Partner mit an Bord geholt, so wie den Pharmakonzern Bayer. „Das große Thema ist es, innerhalb kurzer Zeit viele Millionen Dosen Impfstoff herzustellen“, erläutert Vorstand Florian von der Mülbe die derzeitige Situation. Um aber auch sehr flexibel auf regionale Ausbrüche reagieren und eine Produktion in kürzester Zeit aufbauen zu können, hat das Unternehmen seit 2015 einen mRNA-Printer entwickelt.
Ähnlich wie bei einem 3D-Drucker soll die Minifabrik Impfstoffe und Medikamente auf der Basis bestimmter Rezepte aus mRNA-Molekülen zusammensetzen und in kleinen Chargen bis hin zu Hunderttausenden Dosen herstellen können. Diese ließen sich nach Aussage der Entwickler sogar auf einzelne Patienten zuschneiden. 2019 wurde die Drucktechnologie zum Patent angemeldet. „Ich kann mir eine Welt vorstellen, in der jedes große Krankenhaus eine solche Anlage hat“, beschreibt Florian von der Mülbe die große Vision des Unternehmens. Daher wird ein Prototyp derzeit in Tübingen aufgebaut, der bis Mitte des Jahres 2021 erste Medikamente herstellen soll. Ein Impfstoff soll es zunächst nicht sein. Man darf aber gespannt sein, ob eine Mutation des Corona-Virus die Impfkampagnen nicht auf den Kopf stellt und kurzfristig reagiert werden muss. Der Curevac-Drucker ist in etwa so groß wie ein Auto, passt in einen Container und kann gut transportiert werden.
Bildquelle: Curevac
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