Nachhaltige Materialien und Technologien im Interior Design

imm cologne 2020 · The Stage · KölnMesse

16. Januar 2020

Böden aus Wallnussschalen, 3D gedruckte Lampenschirme aus Avocadokernen oder Textilien aus Bananenstaudenfasern: All diese Entwicklungen sind Indizien für einen Trend nach einem nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen. Dieser hat nicht nur auf politischer Ebene im letzten Jahr einen neuen Höhepunkt erreicht. Auch unter Designern regt sich der Wunsch nach einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft und nach Produkten und Prozessen mit weniger CO2-Emissionen.

Vor allem die junge Generation der Designer hat in den letzten Monaten eine Vielzahl von Innovationen auf Basis bislang ungenutzter Ressourcen hervorgebracht. So setzen sie Rückstände aus Kläranlagen und Schlachthäusern ebenso für ihre Entwicklungen ein wie die Schlacken und Reststoffe metallurgischer Prozesse. Erstaunliche Entwicklungen sind vor allem im Bereich zellulosebasierter Werkstoffe entstanden, die das Interiordesign revolutionieren könnten. So wurde in Singapur ein 3D Druckprozess entwickelt, mit dem sich hochfeste architektonische Strukturen aus reiner Zellulose und Chitin realisieren lassen. An der Aalto University konnte eine Technologie entwickelt werden, mit der sich so genannte Strukturfarben in Holzoberflächen einbringen lassen, die ohne den Einsatz von Pigmenten dem Material eine Farbigkeit verleihen.

Im Rahmen des internationalen Vortragsprogramms “The Stage” informieren Experten und Gestalter über aktuelle Branchen-Trends und geben einen Einblick in künftige Entwicklungen zwischen Interieur, Möbeldesign und Wohnkultur. Auf Einladung der imm Cologne hat Hon.-Prof. Dr. Sascha Peters am 16. Januar 2020 einige spannende nachhaltige Materialinnovationen für Interiordesigner vorgestellt.

www.imm-cologne.de

Bild: Shimmering Wood – Strukturfarbe zu 100% aus Holz (Quelle: Noora Yau, Aalto University)