haute innovation

Publikationen & Interviews

Nachhaltige Akustikmaterialien

Green Critic Kolumne

Oktober 2019

md Magazin 10-2019

Konradin Verlag

 

 

Fossile Materialien haben sich bislang als Standard für die Umsetzung von Akustikprodukten etabliert. Nun kommen natürliche Alternativen auf Basis von Materialien wie Hanf, Reet oder Pilzmyzel auf den Markt.

 

Viele Trends der letzten Jahre spiegeln den Wunsch des Menschen nach Gesundheit, Geborgenheit und Ruhe wieder. Egal ob Zuhause oder im Büro, die Art wie wir unsere Umgebung gestalten, hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Plötzlich wird von Clean Living gesprochen, das sich von Clean Eating ableitet. Die Konsumenten achten vermehrt auf schadstofffreie und natürliche Materialien. Sie wollen erdölbasierte Baustoffe und Gesundheitsschäden etwa durch Ausdünstungen vermeiden.

 

Die Bandbreite künstlicher Chemikalien, die zum Bau von Häusern, Arbeitsräumen und Schulen verwendet wurden, hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Die gesundheitlichen und ökologischen Folgen dieser Bauweise wurden bislang jedoch außer Acht gelassen. Das schwedische Unternehmen Trifilon bietet mit ihrer BioPhon Akustikplatte eine nachhaltige und vor allem ungiftige Alternative an. Die flexiblen Akustikplatten bestehen aus Hanffasern und einem biologisch abbaubaren Bindemittel auf Stärkebasis. Nach Angaben des Herstellers kann ihre Akustikplatte mit ähnlichen erdölbasierten Flächenmaterialien mithalten und ist aufgrund ihrer ungiftigen Brandbehandlung sogar kompostierbar.

 

Bislang fand Reet aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften und geringen Wärmeleitfähigkeit vornehmlich Verwendung als Dachbedeckung oder Dämmmaterial von Wänden. Die Firma Hiss Reet Akustik nutzt das nachwachsende Schilfrohr jedoch für allergiefreundliche Deckenschallabsorber. Die Reetabschnitte werden mit der Öffnung nach unten orientiert und erreichen die Schallabsorptionsklasse C auf der Skala von A bis E nach EN ISO 11654. Durch die natürlichen Eigenschaften entfällt eine zusätzliche Aufbereitung des Naturmaterials, und die einzigartige Optik bleibt erhalten. Vor allem im Ladenbau und im Restaurantgewerbe wird die robuste und warme Oberfläche der Deckenabsorber geschätzt.

 

Den vollständigen Artikel findet man in der Oktoberausgabe 2019 des md Magazins: www.md-mag.com

 

 

 

 

Bild: Reet Akustikabsorber im Innenraum (Quelle: Schmees Ladenbau) 

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