
Publikationen & Interviews
Material formt Produkt
Schneller in den Markt mit neuen Werkstoffen
Juni 2010
Schriftenreihe Nanotech
Herausgeber: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Autos, die auf Knopfdruck die Farbe wechseln; Brillengläser, die nie beschlagen, oder Hausfassaden und Bürgersteige, die die Umgebungsluft von schädlichen Partikeln und Gasen befreien: Etwa 70 % aller neuen Produkte basieren auf neuen Materialien. Damit nehmen Werkstoffentwicklungen eine Schlüsselfunktion für die Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft und Wirtschaft ein. Innovativen Materialien und speziell den Nanotechnologien wird in den nächsten Jahren ein enormes Wachstumspotenzial bescheinigt, von dem alle Branchen profitieren werden. Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) machen die werkstoffbasierten Branchen in Deutschland heute schon einen Umsatz von rund 1 Billion Euro aus und beschäftigen 5 Million Personen. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) schätzte den Marktumsatz von Produkten aus dem Bereich der Nanotechnologie 2006 bereits auf 100 Milliarden Euro. Während sich dieser nach Aussagen einer deutschen Prognose 2010 auf 500 Milliarden Euro erhöhen soll, gehen die Marktforscher von Lux Research für 2014 sogar von einem Markt von 2,6 Billionen US-Dollar aus, und das alleine für Materialinnovationen, die auf Strukturen in Nanodimension zurückzuführen sind. Auch wenn sich diese Entwicklungen aufgrund der Wirtschaftskrise am Ende nicht so dynamisch darstellen werden wie prognostiziert, ändert dies nichts an den grundsätzlich enormen Potenzialen und Hebelwirkungen dieser Schlüsseltechnologie.








