
Magazin » Smart Materials
Moose in der Architektur
Luftreinigung durch Fotosynthese
34/2010
Moose finden wir fast überall, in den Ritzen alter Gemäuer
oder auch auf den Dächern von Parkhäusern. Grund dafür ist, dass Moose über keine ausgeprägten Wurzeln verfügen und die für ihren Stoffwechsel benötigen Nährstoffe über die
Luft aufnehmen. Ausgestattet mit einer besonders großen Oberfläche, absorbieren
sie auch feine Partikel und Stäube, binden diese elektrostatisch und wandeln
sie in Pflanzenmasse um. Ein neuer Trend ist es daher, Moose zur Schaffung eines gesunden Raumklimas einzusetzen und für die
Begrünung von Innenräumen, Fassaden und Dachkonstruktionen zu verwendet. So
genannte Abstandsgewirke kommen zum Einsatz, die die Aussaat vereinfachen, die
Pflanzen stabilisieren und bei der Bewässerung helfen. Der Künstler und Florist
Makoto Azuma beispielsweise präsentierte auf der Tokyo Fibre 2009 einen Entwurf, mit dem er nicht
nur einen farblichen Akzent setzte auf dem sterilen Weiß. Durch die starke
Wasseraufnahme wird zudem das Raumklima positiv beeinflusst.
zurück zur Übersicht
Bilder unter: www.designboom.com








