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Luftreinigende Leitplanken

Nanooptimierte Farbstoffe zersetzen Schadstoffe und Abgase

24/2012

In Deutschland gibt es Autobahnen mit einer Länge von 12.819 km. Dieses ist nach dem Interstate Highway System (75.376 km) in den USA und dem National Trunk Highway System (45.400 km) in China das drittlängste der Welt. Unter Einsatz der Nanotechnologie versuchen Wissenschaftler an der Universität Kassel die bislang ungenutzten Oberflächen von Leitplanken und Schallschutzwänden für die Umwelt nutzbar zu machen. So entwickelt ein Team des Instituts für Chemie um Professor Dr. Rüdiger Faust derzeit im Forschungsvorhaben "HelioClean" Rezepturen für schadstoffabbaubare Farben aus winzigen Farbstoffmolekülen und Nanotitandioxidpartikeln. Idee ist es, Schallschutzwände, Leitplanken und Brücken entlang von Autobahnen mit nanooptimierten Spezialfarben auszustatten, um die Flächen für den Schadstoffabbau in der Luft zu verwenden. Die Zersetzung von Abgasen funktioniert eigentlich nur, wenn energiereiches, ultraviolettes Licht auf die Nanopartikel trifft. Die von den Kasseler Chemikern modifizierten Farbstoffe sollen den Effekt auch bei weniger energiereichem, langwelligem Licht hervorrufen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt in einem Verbund mit Forschern der Universitäten Kassel, Hannover und Dresden wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 2,3 Millionen Euro gefördert.

 

 

 

Bildquelle: Saferoad RRS GmbH

 

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