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Mould Pulp

Nachhaltiger Kunststoff aus Papierpulpe und PLA

49/2011

Auf der Suche nach Alternativen für ölbasierte Kunststoffe setzt das schwedische Unternehmen Södra auf die Kombination von Zellulosefasern und dem Biopolymer PLA (Polymilchsäure). Es besteht also vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen und hat für den Möbelbau ausreichende Festigkeiten. Aufgrund der angenehmen Haptik und der Möglichkeit zur Einfärbung in unterschiedlichen Farben, wurden schon erste Sitzgelegenheiten und Lampenschirme aus dem Werkstoff gefertigt.

 

Faseranteil bei einer homogenen Verteilung

 

Da bislang eine technologische und kostenoptimierte Fertigung im Spritzgießprozess nicht komplikationsfrei möglich ist, wird derzeit im Forschungsvorhaben »MouldPulp« unter Leitung des Fraunhofer UMSICHT aus Duisburg untersucht, wie sich DuraPulp als Material zu Granulat für die Weiterverarbeitung überführen ließe. Das Konsortium aus mehreren Unternehmen strebt eine Kombination des bisherigen Herstellungsprozesses mit einer besonderen Compoundierung an. Dabei soll der Faseranteil bei einer homogenen Verteilung erhöht und in Form von Granulat fixiert werden. Als Teil des Forschungsvorhabens wird der Prozess abschließend technisch und ökonomisch bewertet und die Umweltverträglichkeit geprüft. Durch die Verwendung von Zellstoffpulpe in der Konsumgüterindustrie würde die forstbasierte Wertschöpfung enorm erweitert und neue Potenziale für die Weiterverarbeitung von Holzzellulosefasern in Europa geschaffen.

 

www.sodra.com

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