haute innovation

Magazin » Nachhaltigkeit

Laugenlösliche Kunststoffe

Denken in geschlossenen Materialkreisläufen

44/2010

Knapper werdende Ressourcen zwingen uns immer mehr, in neuen Werkstoffkonzepten zu denken und geschlossene Kreisläufe ohne den Verlust der Materialqualität zu gewährleisten. Eine mögliche Lösung ergibt sich beim Einsatz laugenlöslicher Kunststoffe. Denn diese sind unter Einfluss von Wasser beständig, lösen sich jedoch in Laugen auf. Somit lassen sich laugenlösliche Kunststoffe auch aus Abfallgemischen sortenrein herauslösen. Die Polymerketten fällen nach Reduktion des ph-Werts und Dehydrierung als weißes Pulver wieder aus, welches sich ohne Qualitätsverlust zu Granulaten für die Kunstindustrie verarbeiten lässt. Die Lösungseigenschaften werden durch eine schwammartige Werkstoffstruktur positiv beeinflusst.

 

Laugenlösliche Kunststoffe von Belland mit ähnlichen Eigenschaften wie Polystyrol sind mittlerweile zur Herstellung von Getränkebechern in der Münchner Allianz-Arena im Einsatz. Auch im Formenbau und in der Medizintechnik (z.B. Klebebänder) finden sich bereits Anwendungsmöglichkeiten. Da feuchte Betonoberflächen einen ph-Wert haben, bei dem sich das Polymer löst, werden Einsatzfälle auch im Bauwesen vermutet.

 

www.bellandtechnology.de

 

Werner Fieder (GF der Belland Technology AG) auf der Veranstaltung "Material formt Produkt - Reaktive und optische Mehrwerkstoffe"

zurück zur Übersicht

Publikationen

Stein aus dem Reagenzglas

März 2019

CO2 frei produzierte Steine und Baustoffe

weiterlesen

Vorträge

Zukunftslösungen für intelligente Verpackungen

26. März 2019

ISI Zentrum für Gründung, Business und Innovation, Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH, Buchholz

weiterlesen

Veranstaltungen

Disruptive Materials Kongress

21.–24. Mai 2019, KölnMesse

Vortragsprogramm zu disruptiven Materialtechnologien

weiterlesen

Seitenanfang