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Agave Surfboard

Amerikaner entwickelt Surfbrett aus Abfällen der Tequila-Produktion

15/2016

In Kooperation mit dem Tequila-Produzenten José Cuervo hat der US-Amerikaner Gary Linden in einem Entwicklungsprojekt unter dem Titel "100% Agave" einen Herstellungsprozess für ein Surfbrett entwickelt, das vollständig aus Reststoffen besteht, die bei der Destillation von Tequila anfallen. Damit folgt er dem Trend hin zu Wassersportgeräten aus natürlichen Werkstoffen zur Verhinderung von Kunststoffabfällen im Meer.

 

Nachhaltiges Surfboard für weniger Kunststoffabfälle im Meer

 

Der Gründer der "Big Wave World Tour" Gary Linden verfolgte bereits seit Jahren den Plan zu einem nachhaltigen Produktionsprozess für Surfbretter. Diese bestehen im Kern vielfach aus einem Kunststoffhartschaum. Nach Besuch der Destillerie José Cuervo im mexikanischen Ort Tequila hatte er die notwendigen Materialien beisammen.

 

Im Kern besteht das Agave Surfboard aus Holzplanken, die vom Agavenbaum stammen. Zum Schutz des Holzes verwendet Linden eine textile Schicht, die er aus der bei der Destillation von Tequila anfallenden Agavenpulpe gewinnt. Dieses wird auf ein Sieb extrahiert, um die Holzplanken geformt und zu einem Holzlaminat getrocknet. Der Finne wird separat auf ähnliche Weise erzeugt und mit Agavenpulpe nachträglich in das Board integriert. Der Sirup der Agavenpflanze wird anschließend genutzt, um das Surfbrett ohne die Verwendung toxischer Stoffe wasserdicht zu veredeln. In 2015 wurde die Entwicklung anlässlich der Boardroom Surfboard Show mit einem Preis für die beste Lösung unter Nutzung traditioneller Materialien ausgezeichnet.

 

www.lindensurfboards.com

 

Agave Latten als Grundlage für das Board

 

Agave Holzlaminat

 

Veredelung des Surfboards mit Sirup der Agave

Bilder: Produktionsschritte für Agave Surfboard (Quelle: Gary Linden)

 

Weitere Fotos zum Projekt unter: www.josecuervo.tumblr.com

 

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