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e.GO Life

Aachener Elektrofahrzeug setzt Autokonzerne unter Druck

e.GO Life Aachener Elektrofahrzeug setzt Autokonzerne unter Druck

03/2017

Er sieht aus wie die Formel 1 Version eines Smart und soll einmal weniger kosten als € 13.000. Gestartet war ein Entwicklerteam um den renommierten Wissenschaftler Prof. Günther Schuh an der RWTH Aachen vor einigen Jahren mit dem Ziel, ein konkurrenzfähiges Volks-Elektrofahrzeug zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Der e.GO Life wird nun anlässlich der CeBIT in Hannover am 17. März 2017 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

 

First Mover Edition ab August 2017 erhältlich

 

Während die großen Konzerne auf dem Pariser Automobilsalon im Herbst 2016 noch die technologisch kostspieligen Möglichkeiten zur Vergrößerung der Reichweite von Elektrofahrzeugen auf 500 bis 600 km diskutierten, setzen die Aachener Entwickler vor allem auf den Preis. So basiert der e.GO Life nicht auf bereits existierenden Fahrzeugen sondern wurde von Grund auf neu gedacht. Entstanden ist ein Elektrofahrzeug, in dem Fahrspaß und praktischer Nutzen auf ideale Weise miteinander kombiniert wurden. Bei einer Dauerleistung von 15 kW beschleunigt der e.GO Life in 3,9 Sekunden von 0 auf 50 km/h und erzielt eine Reichweite von mindestens 80 km. Der große Vorteil: Während die großen deutschen Hersteller den Mindestpreis für ein Elektrofahrzeug bis 2020 in der Nähe der € 30.000 Schwelle sehen, ist das Argument für den e.GO Life der Preis: Bei Miete der Akkus kann sich Prof. Schuh einen Einstiegspreis von unter € 10.000 vorstellen.

 

Das Unternehmen plant die Produktion einer ersten Edition des Fahrzeugs bis August 2017. Diese Erstmodelle können von Interessierten aus der Region Aachen für € 12.500 erworben werden. Die Erfahrungen der so genannten First Mover werden abgefragt und fließen in das finale Setting des e.GO Life ein. Die technologieaffine Aachener Bevölkerung kann also mithelfen, den Wandel hin zur Elektromobilität zu beschleunigen.

 

"Als Connected Car mit Elektroantrieb passt der e.GO Life sehr gut auf die CeBIT“, sagt Schuh. „Wir wollen nicht erklären, dass wir ein nettes Auto hinbekommen haben, sondern wie wir aufgrund der Industrie-4.0-Infrastruktur auf unserem Campus mit einem kleinen Team in kurzer Zeit so ein Auto konstruieren konnten."

 

www.e-go-mobile.com

 

 

 

Fotoquelle: Krentz, e.GO Mobile AG

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