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Biolumineszenz

Energieeffizientes Licht aus der Tiefsee

49/2010

Das Knicklicht ist das wohl bekannteste Beispiel einer Lichtquelle, die auf eine chemische Reaktion zurückgeht. Zudem macht man sich beim Nachweis von Blut in der Medizin die Chemolumineszenz zu Nutze. Und auch in der Natur in den Tiefen des Meeres bedienen sich Fische und Organismen chemischer Reaktionen, um Beute anzulocken oder sich vor Feinden in Sicherheit zu bringen. Der Feuerwurm beispielsweise wirbt um eine Partnerin mit leuchtend grüner Farbe und lässt ganz nebenbei seine Angreifer ins Leere tauchen. Bei Insekten und Pilzen ist das Phänomen der Biolumineszenz weit verbreitet. Erst jüngst konnten Forscher eine Reihe unterschiedlicher Pilze mit selbstlumineszierender Fähigkeit nachweisen.

 

Nun machen sich auch Designer auf den Weg, biologisches Licht für energieeffiziente Leuchten verwendbar zu machen. Eine der ersten ist Nicola Burggraf. Sie entwickelte eine Installation mit Leuchten, die auf die Bewegung eintretender Besucher reagieren und Lichtblitze aussenden. In der Art eines biologischen Bewegungssensors gibt die Installation dem Besucher ein direktes Feedback auf seine Verhaltensweise. Dabei kommen die Leuchten ganz ohne Elektrik aus. Die Organismen gewinnen ihre Energie tagsüber aus Photosyntheseprozessen und setzen diese zum Abend zur Lichterzeugung wieder frei.

 

www.nicolaburggraf.com

 

Nicola Burggraf auf der Veranstaltung "Material formt Produkt - Reaktive und optische Mehrwerkstoffe"

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