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Explosionsformen
Formgebung mit Sprengstoff
16/2010
Beim Explosionsumformen werden die Schockwellen einer Sprengstoffdetonation auf ein Bauteil übertragen, sodass sich selbst hochfeste Materialien in Bruchteilen einer Sekunde verformen lassen. Das ist zwar schon seit 100 Jahren bekannt, doch war die Anwendung bislang fast ausschließlich auf die Luft- und Raumfahrt beschränkt. Jetzt könnten auch Designer und Architekten auf die Technik zurückgreifen, die vor allem bei der Herstellung komplexer Formteile samt Hinterschneidung ihre Vorteile hat. Weil die Umformkräfte nicht wie beim Tiefziehen durch die Größe der Presse begrenzt werden, gibt es fast keine Einschränkung bei den maximalen Bauteilabmaßen. So konnten bereits Formteile mit Wandstärken von bis zu 60 Millimeter und einer maximalen Größe von 10 x 2 Quadratmeter aus Edelstahl, Aluminium, Titan und Nickel realisiert werden.








