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Wind Dam

Windstauwerk aus einem Aramidfasersegel

52/2011

Ein zukunftsweisendes Konzept zur Steigerung der Effektivität von Windkraftanlagen kommt von dem Architekturbüro Chetwood Associates aus London. An den konventionellen Propellerwindrädern wird bemängelt, dass grundsätzlich mehr Wind die Turbinen ungenutzt passieren als die Rotoren antreiben würde. Die Architekten rund um Laurie Chetwood entwickelten daher das Konzept eines Windstauwerks, das sie „Wind Dam“ nannten. Mit einem großen Segel aus Kevlarfasern würde der gesamte Wind, der durch ein Tal strömt, gesammelt und auf die Rotoren einer Turbine gelenkt. Die Spinnacker-Geometrie des Segels wurde dem Yachtbau entlehnt und ermöglicht das Erfassen von Luftströmungen mit leicht unterschiedlichen Richtungen.

 

Das Architektenteam konzipierte die Anlage für den Ladogasee nahe der Grenze zwischen Russland und Finnland. In einer Computersimulation wurde die Leistungsfähigkeit des Wind Dams mit 120 MW pro Jahr errechnet. Um das rund 2000 qm große Segel aufzustellen, seien 2 Aluminiumstützen notwendig, die in den Felsen am Fuße eines Tales in der Nähe des Sees verankert werden müssten. Kritik an der Konzeption kam aus dem MIT aus Boston. Der Windenergieexperte Stephen Connors bemängelte, dass der aufgestaute Wind am Segel Luftverwirbelungen auslösen und sich die Strömung verlangsamen würde. Zur Realisierung einer Testanlage wäre eine Investition von 5 Millionen Dollar notwendig.

 

www.chetwoods.com

 

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