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Thermoelektrische Kunststoffe steigern Energieeffizienz

Energierückführung mit neuem Polymermaterial

28/2011

Die Steigerung der Energieeffizienz ist eines der beherrschenden Themen der aktuellen Diskussion zur Reduzierung unserer Emissionen. In industriellen Anlagen oder am Auspuff unserer Fahrzeuge verpuffen heiße Abgase meist ohne weitere Verwendung, obwohl die enthaltene Energie auf einfache Weise genutzt werden könnte. Eine Lösung ist das Arbeiten mit Niederdampfgeneratoren. An einer anderen Technologie arbeiten die Wissenschaftler weltweit derzeit akribisch: thermoelektrische Generatoren! Am weitesten verbreitet sind Bismuttellurid-Legierungen. Nun kommt eine neue Lösung auf Basis eines Kunststoffs hinzu.

 

Thermoelektrische Materialien sind Werkstoffe, die bei geringen Temperaturunterschieden an Materialvorder- und -rückseite in der Lage sind, elektrischen Strom zu erzeugen. Die erfolgreiche Entwicklung einer Kunststoffschicht mit thermoelektrischen Eigenschaften aus dem Polymer Polyethylendioxythiophen (PEDOT) melden im Frühjahr 2011 Forscher von der Universität Linköping. Die Beschichtung konnte bei einem Temperaturgefälle von 30 °C bereits so viel elektrischen Strom liefern, um kleine Schaltkreise mit ausreichend Energie zu versorgen. Die Wärmeleitfähigkeit des Kunststoffs ist reduziert. Während der Herstellung wurde das Polymer mit einer eisenhaltigen Lösung vermischt und das flüssige Material auf eine Glasplatte aufgetragen. Noch liegt die Ausbeute bei lediglich einigen Mikrowatt. An der Verbesserung des Wirkungsgrades wird derzeit gearbeitet.

 

Gesamter Artikel in Nature

Bildquelle: Die Welt

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