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Strom von der Schiene

Energy Harvesting mit Piezokeramiken

40/2012

Die Gewinnung von Kleinstenergiemengen für den Betrieb von mobilen Geräten oder zur Energieversorgung in abgelegenen Regionen erfährt in den letzten Jahren eine steigende Bedeutung. Unter dem Begriff "Energy Harvesting" (Energie ernten) hat sich in kürzester Zeit ein eigener Forschungsbereich und Wachstumsmarkt entwickelt. Es geht um Systeme, die selbst bei kleinen Temperaturunterschieden, leichter Luftbewegung, Vibrationen oder elektromagnetischer Schwingungen Energie gewinnen können.

 

Ein Entwicklungsschwerpunkt bildet das Arbeiten mit piezoelektrischen Materialien. Vor allem Piezokeramiken haben seit der Entdeckung des Piezoeffektes Ende des 19. Jahrhunderts Einsatz in zahlreichen Anwendungen gefunden. Sie gewinnen derzeit immens an Bedeutung, denn es lassen sich über eine Druckbelastung und kleine Längenänderung­en elektrische Energie erzeugen.

 

Zum Beispiel wird in visionären Straßenbaukonzepten die Möglichkeit diskutiert, Piezoelemente unter Gehwegen oder den Asphalt zu verbauen und die Vibration von Fußgängern und vorbeifahrenden Autos zur Stromerzeugung zu nutzen. Und in der Architektur könnten witterungsbedingte Schwingungen an Gebäuden für die Energieproduktion Verwendung finden. Innowattech Energy Harvesting Systems aus Israel hat jüngst erstmals an einer Zugstrecke Piezogeneratoren unter Schienen angebracht, um Energie aus den Verformungen durch vorbeifahrende Züge zu erzeugen und zum Beispiel Bahnübergänge ausreichend mit Strom zu versorgen.

 

www.innowattech.co.il

 

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