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Fließwasserturbine schont Schifffahrt und Fischbestand

Kleinwasserkraftwerke kommen in den Markt

70/2011

Die Energieproduktion durch Wasser nimmt in Deutschland einen Anteil von 4 % an der gesamten Stromerzeugung ein und ist nach der Windkraft die zweitwichtigste Quelle unter den erneuerbaren Energiequellen. Obwohl beim Betrieb der Anlagen keine Emissionen anfallen und ein hoher Wirkungsgrad realisiert wird, muss der umweltpolitische Effekt durch den meist erheblichen Eingriff in Natur und Landschaft differenziert bewertet werden. Dies trifft insbesondere auf große Lauf- bzw. Stauwasserkraftwerke zu, die häufig eine Umlegung von Flussläufen erforderlich macht. Alternativen sind Kleinwasserkraftwerke, deren Betrieb aufgrund des einfachen Aufbaus im Zusammenhang mit der Ausbildung dezentraler Energieproduktion in Europa als auch in Entwicklungsländern leicht umzusetzen wäre.

 

Ein Beispiel ist die Fließwasserturbine des Herstellers Emo Wa aus Dresden. Mit ihr lässt sich in Abhängigkeit von der Fließgeschwindigkeit des Flusses eine Stromleistung zwischen 0,5-300 kW erzielen. Da die Turbine im Flussbett verankert wird, hat sie weder einen Einfluss auf den Fischbestand noch beeinträchtigt sie den Schiffverkehr. Mit der Möglichkeit zur Dauerlasteinspeisung und einer Amortisierungsdauer von 4-7 Jahren, ist ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage mit geringem Investitionsrisiko gegeben. Auch an Fließgewässer ohne Gefälle kann die Turbine betrieben werden.

 

Der australischer Designer Daniel Hull hat unter dem Namen "Vena Microhydro System" eine portable Wasserturbine vorgeschlagen, die zum Betrieb an einem Seil in ein fließendes Gewässer positioniert werden kann. Das System ist so bemessen, dass es in einem Rucksack transportiert werden und für die Stromversorgung bei Outdoor-Aktivitäten genutzt werden kann.

 

www.emowa.eu

 

Bild: Vena Microhydro System (Design: Daniel Hull)

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