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Alginat

Braunalgen sorgen für bessere Akkus

50/2011

Aus dem Lebensmittelbereich sind sie uns unter so seltsamen Namen wie Kombu, Hijiki, Nori oder Wakame bekannt: Algen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Gewässern, Farben und Größen. Auch die Suche nach alternativen Rohstoffen für die Herstellung von Kraftstoffen und Leichtbauwerkstoffen macht vor ihr keinen Halt. Denn die schnell wachsende Pflanze speichert eine große Menge Kohlendioxid, kann als Biomasse genutzt werden und ist selbst für die Faserverstärkung in Kunststoffen geeignet.

 

Wissenschaftler aus Atlanta (USA) haben nun einen neuen Einsatzzweck für Alginat, einer Substanz aus dem Riesenseetang Macrocystis pyrifera entwickelt. Denn sie nutzten es als Matrixmaterial zur Herstellung von Lithium-Ionen Akkus aus feinpulvrigem Silizium. Im Vergleich zu konventionellen Graphit-Elektroden wiesen diese Silizium-Akkus eine 8 Mal höhere Speicherkapazität auf. Bisherige Versuche zur Herstellung von Akkus aus Silizium scheiterten an der starken Volumenänderung während des Ladevorgangs. Das Anschwellen würde durch den Algenkit verhindert, so die Wissenschaftler, da die vielen Partikel fest in die Matrix eingelagert seien. Die US-Forscher sehen zudem Potenziale darin, das in Graphitelektroden verwendete PVDF durch Alginat zu ersetzen. Ein Antrag auf Patenterteilung wurde bereits eingereicht.

 

Forschungsbericht in der Science 

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